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Dolomiten: Gleiten am Fuße des Schlerns

Wer sich in Südtirol dem Langlauf widmen möchte, ist auf der Seiser Alm im Herzen der Dolomiten genau richtig:

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Ständiger Begleiter der Langläufer auf der Seiser Alm: das markante Bergmassiv des Schlern.

Rund 80 abwechslungsreiche, miteinander verbundene Loipenkilometer erstrecken sich in dieser faszinierenden Naturlandschaft, die mit einer Fläche von über 56 Quadratkilometern die größte Hochalm Europas ist.

Text Michaela Roemkens

So südlich der Sommer, so tief der Winter: Trotz ihres mediterranen Klimas gilt Südtirols Seiser Alm wegen ihrer Ost-West-Lage im Winter als ein wahres Schneeloch. Die nordischen Skisportler haben das schon früh entdeckt: Die Nationalmannschaften vieler Länder mit den weltbesten Langläufern – darunter Dario Cologna aus dem Schweizer Nationalteam, Marit Bjoergen aus dem norwegischen und Justyna Kowalczyk aus dem polnischen Nationalteam – haben hier bereits trainiert. Denn die weitläufige Hochalm oberhalb der Orte Kastelruth, Seis, und Völs gilt als vorzügliches Trainingsgelände für Top-Athleten. Spitzensportler vieler Teams nutzen die optimale Höhenlage zwischen 1.800 und 2.200 Metern und das ausgedehnte Loipennetz, um vor entscheidenden Wettkämpfen ihre Ausdauerleistung zu verbessern.

Loipenspaß ganz weit oben

Doch man muss keinesfalls ein Langlauf-Profi sein, um in dem sanft hügeligen und landschaftlich wunderschönen Almgebiet auf seine Kosten zu kommen. Ob ambitionierter oder eher genüsslicher Fahrer: Insgesamt 80 gepflegte Loipen­kilometer – teils doppelt oder vierfach gespurt, mit Extrapisten für die Skater – lassen jeden Läufer die passende Route finden. So pirschen sich Anfänger am bes­ten auf der zwei Kilometer langen Übungsloipe an das Vergnügen auf ­schmalen Brettern heran, während für geübte Brettsportler zehn weitere Loipen unterschiedlicher Niveaus zur Verfügung stehen. Die längste und anspruchsvollste Loipe, gespickt mit einigen spannenden Abfahrten, ist die 15 Kilometer lange Jochloipe. Abwechslungsreich führt sie durch die stille und weite Schneepracht der Alm, vorbei an kleinen Waldinseln und urigen Almhütten. Dabei sorgen ­einige von Südtirols symbolträchtigsten Bergen – Schlern, Lang- und Plattkofel – für ein beeindruckendes und ständig wechselndes Naturschauspiel.

Anschluss ans Grödnertal

Wem diese imposante Kulisse noch nicht genügt, der kann zusätzlich ins benachbarte Grödnertal hinübergleiten: Eine acht Kilometer lange, recht anspruchsvolle Loipe verbindet die Seiser Alm über den Monte Pana in St. Christina mit Gröden. Auch dieses malerische Tal, das weltweit für seine Holzschnitzkunst bekannt ist, hat Langläufern auf 115 Loipenkilometern einiges zu bieten: Für eine längere, landschaftlich wunderschöne Tour kann zum Beispiel ab Wolkenstein das gesamte Tal auf einer zehn Kilometer langen Schleife durchquert werden. Im Langlaufzentrum am Monte Pana auf über 1.600 Metern garantiert die Höhenlage beste Bedingungen auf insgesamt 35 Loipenkilometer. Für anspruchsvolle Läufer ist die acht Kilometer lange Schleife hin zu den Palusc-Wiesen sicherlich ideal.

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Endlose Weite, umrahmt von den Dolomiten: die Seiser Alm im Winter. Fotos: Seiser Alm Marketing – Laurin Moser/Helmuth Rier/Clemens Zahn, PR

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Dieser Artikel ist aus der Ausgabe: nordic sports Nr. 02 / 2014

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