„Die Organisation der Russen war einwandfrei“

Spitzenläuferin Natascia Leonardi-Cortesi begleitet Langläufer aus der ganzen Welt nach Demino.

Natascia, du bist über 20 Jahre im Weltcup gelaufen und hast dich in den letzten Jahren auf die Worldloppetrennen in der freien Technik konzentriert. Wie hast du Demino für dich entdeckt?

Natascia Leonardi-cortesi: Als ich 2011 ins Ziel des Engadiner Skimarathons kam, rief mich mein damals einziger russischer Freund Mischa an und fragte mich, wie es mir ergangen sei. Bevor er auflegte, schlug er mir vor, ich könne in ­Demino starten, sechs Tage später. Er erzählte mir voller Begeisterung von diesem Marathon, was mich neugierig machte. Also sagte ich Ja. Die Vorbereitung der Reise und die ­Reise selbst war nicht ganz einfach; die Zeit schien knapp, und ich hatte keine ­Ahnung, wie ich ein Visum bekommen könnte. Aber es klappte, und so flog ich nach Moskau. Ich kam in Demino am Freitag um 16 Uhr an, konnte noch schnell meine Startnummer holen und die Strecke mit die Stirnlampe auskundschaften. Am Samstag startete ich auf die 50 Kilometer. Meine Beine fühlten sich an wie Holz.

Im letzten Winter hast du eine Gruppe von 40 Langläufern nach Demino geführt. Deutsche, Schweizer, Italiener, Franzosen, Belgier. Auch bist du selbst gestartet. Wie wurdet ihr in Russland empfangen?

Wir wurden sehr herzlich empfangen. Wir spürten, dass wir willkommen waren und wie sich die Einheimischen freuten, Ausländer zu treffen. Die Russen zeigten eine sehr große Hilfsbereitschaft, die Organi­sation war einwandfrei. Als wir am Ende ­dieser schönen Zeit schon in unserem Bus saßen, um nach Moskau zu fahren, kam der Direktor, Aleksandr Ignatiev, zu uns in den Bus, um uns zu verabschieden.

Du hast innerhalb von zwei Jahren ­Russisch gelernt. Du hast viele russische Freunde und Trainingspartner. Was ist für dich das Besondere an Demino?

Die Gastfreundschaft und die Herzlichkeit haben mich so fasziniert. Ich bereute sehr, kein Wort zu verstehen. So habe ich mich 2011 entschlossen, Russisch zu lernen. Ich bin neugierig auf die Kultur, die Mentalität der Leute, die Geschichte. Russland ist sehr reich in all dem. Ein Land, das ganz anders ist als mein Leben in der Schweiz.

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Natascia Leonardi-Cortesi, Spitzenläuferin und Siegerin mehrerer Worldloppetrennen, dritter Platz der Damen-Staffel bei den Olympischen Spielen 2002. Sie konnte schon zwei Mal den Demino Marathon auf dem Podest beenden. 2013 hat sie die Teilnehmer nach Demino begleitet.

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