Langlaufschuhe im Test

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Kein Ausrüstungsteil ist so individuell wie die Schuhe. ­Passform und Sitz stehen eindeutig über technischen Details. Trotzdem haben wir uns an den Test von elf Modellen im mittleren Preissegment gewagt.

Text: Timo Dillenberger

Wie testet man objektiv so etwas Subjektives wie den Sitz eines Sportschuhs? Bei unseren Testrunden in Seefeld und Südtirol fiel ein Wort immer wieder: „eher“. Ein klares Indiz dafür, dass sich selten bis nie alle am Test beteiligten Läufer einig waren. Schuhe sind der Teil der Langlaufausrüstung, den man früher grundsätzlich als Erstes auswählen musste, ehe es an die kompatiblen Bindungen und Ski ging. Durch die Vereinheitlichung des Bindungsstandards muss das jetzt nicht mehr sein, die Breite an Schuhmodellen ist aber parallel noch größer geworden, es ist also nicht unbedingt leichter geworden, den individuellen Topschuh zu finden. Und es ist auch nicht unser Anspruch, das hier stellvertretend für den Leser zu tun! Aber wir können und wollen helfen, die Suche zu beschleunigen, indem wir die jeweiligen Eigenschaften der Testmodelle möglichst so offenlegen, dass man zumindest mit nur zwei, drei Favoriten zur Anprobe geht. Selbst wer glaubt, seine Größe oder Ansprüche genau zu kennen, sollte nicht einem Online-Schnäppchen verfallen, selbst innerhalb einer Marke gibt es deutliche Unterschiede, was Passform, Schnitt und Sitz zweier Modelle angeht.

Darauf sollte man achten

Das A und O am Schuh ist die Passform. Auch wenn hier die meisten Modelle thermisch, also durch einmaliges Erhitzen, verformbar sind, dadurch lassen sich nur kleine Störquellen abstellen. Standard-Tipp beim Schuhkauf: Anproben nicht früh am Morgen, ehe der Fuß sich durch Gehen und Stehen etwas ausgedehnt hat, keine dicken Skisocken tragen, die polstern mögliche Problemstellen kurzzeitig weg. Am Fußgewölbe sollte der Schuh, ohne besonders fest geschnürt zu sein, quasi von alleine anliegen, die Zehen brauchen Platz, in Classic-Schuhen etwa einen „Edding“ nach vorne, fürs Skaten reicht Bleistiftdicke. Der Fuß muss auch voll belastet noch komplett auf der festen Sohlenplatte stehen, darf sich auf keinen Fall seitlich darüber hinaus ausdehnen. Flächiger Druck ist gut, punktueller nicht, das gilt besonders an der „Cuff“, der Schelle deutlich oberhalb der Knöchel an Skating-Modellen.

Vergleichsmessung

Um hier neben Formulierungen wie „eher breit“ oder „vergleichsweise hoch“ auch ein paar greifbare Zahlen zu liefern, haben wir die Schuhe vermessen. Die Schafthöhe wurde für Skater von der Innensohle bis zum obersten Rand der Cuff gemessen, exklusive deren Polster. Bei den Classic-Schuhen verläuft die Schafthöhe von der Innensohle senkrecht bis zum obersten Rand der Schnürung. Bei der Vorfußbreite haben wir die breiteste Stelle der Brandsohle quer zur Laufrichtung gemessen. Die Werte sollen vor allem als Vergleichsgröße untereinander und zu bereits bekannten oder gewohnten Modellen dienen.

Den vollständigen Artikel mit technischen Daten und Bewertungen zu allen getesteten Schuhen lesen Sie in der nordic sports 1/20.

Folgende Modelle haben wir getestet:

Atomic „Redster Worldcup SK“, „Redster Worldcup CL“

Fischer „RCS Skate“, „RCS Classic“

Madshus „Race Speed Skate“, „Race Speed Classic“

Rossignol „X-10 Skate“, „X-10 Classic“

Salomon „RS Skate Prolink“, „RS Classic Prolink“

Alfa „Horizon Perform GTX V2.0“

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