Rasante Rollen

Bis in den Herbst hinein sind Rollski und Cross-Skates die optimalen Trainingsgeräte, um sich auf die Wintersaison vorzubereiten.

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Vollgas voraus: Rollski ermöglichen auch im Sommer ein optimales Langlauf-Training.

Bei der Auswahl des richtigen Modells gibt es jedoch einige Dinge zu beachten.

Text Steffen Potratz

In Skater-Kreisen ist glatter, guter Asphalt als „schwarzes Gold“ bekannt. Leichtes Gleiten, unbeschwertes Skaten. Immer mehr Langläufer erkennen das, steigen im Sommer auf Rollski um und nutzen auch die schneefreie Zeit, um Technik und Kondition zu verbessern. Im Vorfeld sollte man sich allerdings gut überlegen, wann und wie man den Rollski einsetzen will. Denn nur wer zum richtigen Modell greift, wird auch langfristig Spaß haben.

Schnell oder langsam?

Wer sich den breiten Markt der Skiroller einmal genauer anschaut, der erkennt schnell, dass sich die Renner in fünf grobe Kategorien einteilen lassen: Race-Modelle, Skate-Modelle, Klassik-Modelle, Allrounder und Cross-Modelle. Die Namen der jeweiligen Kategorien zeigen, in welche Richtung die endgültige Wahl gehen könnte. Doch wie unterscheiden sich die Modelle eigentlich?

Race-Modelle, egal ob Skating oder Klassik, werden in der Regel nur im Wettkampf eingesetzt und können vor allem durch eine extrem hohe Endgeschwindigkeit punkten. Meistens verbauen die ­Hersteller 100-Millimeter-Rollen auf den geraden Aluminium-Schienen. Das Schienen- beziehungsweise Holmmaterial kann aber durchaus auch aus Carbon bestehen. Für das normale Training sind die Roller aber eher ungeeignet, da sie sehr schnell werden und gerade für Einsteiger schwer zu handeln sind. Ein Top-Modell aus dieser Kategorie ist beispielsweise der Marwe „Skate 610 A Racing“ mit Aluminiumschaft und ­Urethan-Rollen. Das Modell ­findet häufig Einsatz bei Sommerbiathlon- und Skating-Wettkämpfen.

Klassik oder Skating?

Trainingsmodelle kommen oft mit etwas kleineren Rollen daher, wobei hier zuletzt ein Trend zu größeren Rollen zu erkennen war. In dieser Kategorie unterscheidet man ebenfalls zwischen Modellen, die sich für die klassische Technik eignen, und Modellen, die für das Skating benutzt werden. Bei den Skatern ist der Holm kürzer als bei den Wettkampf-Modellen und den Modellen für die klassische Technik. Das erlaubt ein etwas besseres Handling der Roller. Generell werden beim Skating härtere und weniger breite Rollen eingesetzt, da diese sich aufgrund der Technik, also der seitlichen Neigung, sonst zu schnell abnutzen würden. Zudem dürfen sie wenig Reibungswiderstand leisten. One Way bietet mit dem „Skate 13“ einen idealen Trainingspartner, der sich auf einem Carbon-Holm aufbaut. Wer sich hingegen ­erstmalig auf die Skates wagt, der sollte darauf achten, etwas breitere Rollen zu wählen und einen Holm, welcher tief liegt. Das verleiht dem Fahrer mehr Sicherheit und sorgt für ein angenehmes Fahrgefühl.

Im Gegensatz dazu hat der klassische Rollski einen deutlich längeren Schaft, um in der Gleitphase der Roller die entsprechende Laufruhe zu erreichen. Um den ­Effekt des klassischen Laufstils zu erlangen, ist eine Rücklaufsperre vorgesehen, die je nach Laufstil vorne oder hinten montiert werden kann, bei einigen Modellen aber gleich vormontiert ist. Auch die ­Rollen der Modelle sind aufgrund der Anforderungen im Gegensatz zur Skating-Technik aus anderem Material gefertigt. Bei klassischen Rollern greifen die Hersteller auf weichere und breitere Rollen zurück. Der Vorteil liegt in der besseren Stabilität und dem ruhi­geren Geradeauslauf. SRB verbaut bei ­einigen Modellen, unter anderem bei dem Klassik-Roller „CR 04 Classic-Alu 70“, sogar ein Doppelprofil. Die Rolle ist dadurch sehr breit, liegt aber nur mit zwei Auflagepunkten auf der ­Straße. Das minimiert den Rollwiderstand, ohne an Stabilität zu verlieren. Dennoch bleibt der Roller sehr wendig. Das kommt vor allem Einsteigern in den Rollski-Sport entgegen, da sie mehr Sicherheit beim Fahren erhalten. Ein weiteres Detail, das an dem SRB-Modell, aber auch bei vielen weiteren Ski-Rollern verbaut wird, ist das Antennenrad. Dieses ist am Vorderrad befestigt und ermöglicht ein besonders ­gerades Aufsetzen des Skirollers und verbessert dadurch automatisch die Technik.

Eine Mischung aus beiden Welten stellt der Allround-Roller dar, der vor allem bei Einsteigern oder Hobby-Skatern beliebt ist, da er sowohl für die Klassik- als auch die Skating-Technik genutzt werden kann. Schaut man sich die Eigenschaften der Disziplin-Skates an, stellt man fest, dass der Allrounder eben nur einen Kompromiss, vor allem in Holmlänge und Rollendurchmesser, darstellt. Ein weiterer Nachteil der Skates ist die eingebaute Rücklaufsperre, die für die klassische Technik ­benötigt wird. Wenn man skatet, können sich durch die Sperre leicht Fehler in der Technik einschleichen. Grundsätzlich sind die Modelle, wie der Marwe „Universal 800 C“, aber sehr gut geeignet für Rollski-Fahrer, die sich nicht auf eine bestimmte Technik festlegen wollen und Abwechslung beim Training ­verlangen.

Raus ins Gelände

Eine besondere Form der Rollski stellen die Cross-Modelle dar. Mit diesen können wir uns getrost ins Gelände wagen und dem Training einen zusätzlichen Reiz verleihen. Im Gegensatz zu den Straßen­rennern verfügen die Querfeldein-Modelle über deutlich größere Reifen, die häufig mit Luft ­gefüllt sind. Ein Top-­Modell in dieser ­Kategorie ist der Powerslide „X-Plorer 2.0“. Der Name „Entdecker“ macht dem Skate in diesem Fall auch alle Ehre. Mit einem ­stabilen Aluminium-Holm und ­großen Rollen ausgestattet, ist der Roller nicht nur auf Wander- und Waldwegen zu Hause. Auch ein kleiner Ausflug in etwas gröberes ­Gelände nimmt das Modell in Kauf, ohne größere Schäden davonzutragen.

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Abseits der Wege: Auf Cross-Rollern machen auch Touren im Gelände Spaß.
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Alte Zeiten: Rollski gibt es schon lange, heute sind die Modelle aber deutlich leichter und stabiler.

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