Selber wachsen: Kein Hexenwerk

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Schnell noch mal drübergehen: Für ein Paar Skater braucht man dank Flüssigwachs kaum 15 Minuten!
© Timo Dillenberger

Hierzulande lässt man eher wachsen, in Skandinavien undenkbar, da ist das Ehren- und teils Geheimsache. Wir haben das Wachsen in Eigenleistung im Hinblick auf Machbarkeit und Kosten einmal unter die Lupe genommen.

Text: Timo Dillenberger

Wer beim World Team Cup auf Schalke nicht den aktiven, sondern den wartenden Staffelpartner verfolgt hat, konnte bei jedem einzelnen Wechsel beobachten, wie dieser aus den Bindungen gesprungen ist und dem Techniker das Material zur Aufbereitung in die Hand gedrückt hat. Und das nach nicht mal eineinhalb Kilometern! Wenn der durchschnittliche Langlauffreund eine Woche seines Jahresurlaubs in sein Hobby investiert, bringt er in der Regel seine Ski vorher oder gleich zu Beginn des Urlaubs zwecks Wachsservice zum Experten. Die neue Wachsschicht muss dann die sechs Tage mit vielleicht 150 bis 200 Kilometern durchhalten. Was für eine Diskrepanz!

Wie schnell läuft sich die Gleitwachsschicht eigentlich ab? Und was droht, wenn man sie völlig „verbraucht“ hat? Dreierlei passiert im Laufe vieler Kilometer, je nach Schneebedingungen, mit einer frischen Schicht:

• Als Erstes setzt sich der Belag bzw. das Wachs mit Schmutz zu. Das passiert ganz allmählich und natürlich schneller in bewohnten Gebieten oder in der Nähe von Autobahnen und Industriegebieten. Und: Je älter und feuchter der Schnee ist, desto mehr Staub, Ruß und altes Wachs sammelt sich unter dem Ski an.

• Durch die Reibung wird ab dem ersten Meter tatsächlich die Wachsschicht abgetragen, jedoch eher Molekül für Molekül und nicht millimeterweise. Mit diesem Schwund geht auch das mit der Strukturwalze eingeprägte Profil verloren. Besonders bei feuchten Bedingungen macht das den Ski langsam.

• Nicht zuletzt schützt das Heißwachs den Belag vor kleinen Kratzern und Aufrauungen. Ist die „Basisschicht“ Bügelwachs nach vielen Kilometern komplett runter, schadet das dem Belag und dessen Struktur. Teures Schleifen wäre die Konsequenz!

Es spricht also viel dafür, sich regelmäßig dem Zustand seiner Beläge zu widmen. Das kann man, wie erwähnt, an den Fachmann im Shop „outsourcen“ oder selber machen. Im Folgenden geht es hierbei in erster Linie um erforderliche Fähigkeiten, Werkzeuge, das Know-how und die Verbrauchsmaterialien. Und um die Kosten!

Den vollständigen Artikel finden Sie in nordic sports 1/19.

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