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Eigenblutdoping: Kommt bald der eindeutige Nachweis?

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Beim Eigenblutdoping spendet der Athlet Blut, etwa während eines Höhentrainings, und führt es sich später, in der Regel kurz vor einem Wettkampf, selbst wieder zu.
© Getty Images

Eine schwedische Firma hat eine Methode entwickelt, die Eigenblutdoping erstmals eindeutig nachweisen können soll. Sie soll schon bald einsatzfähig sein.

Offenbar stehen wir vor einem großen Fortschritt in Sachen Doping-Nachweis. Die schwedische Firma Pro Test Diagnostics hat eine Methode entwickelt, die erstmals Eigenblutdoping zuverlässig nachweisen können soll. Zuletzt waren in einem spektakulären Fall ("Operation Aderlass") auch einige Skilangläufer aus Österreich und Kasachstan des jahrelangen Eigenblutdopings überführt worden. Allerdings waren dafür akribische polizeiliche Ermittlungen erforderlich, die zu einer Razzia bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld 2019 und Geständnissen der Sportler führten. Der Österreicher Max Hauke wurde sogar mit der Kanüle im Arm "in flagranti" erwischt. Nachweisen konnte man diese Dopingmethode aber bisher nur über den Athletenpass, was aber nicht eindeutig war.

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) prüft zurzeit das Testkit von Pro Test Diagnostics, am Ende des Jahres könnte die Genehmigung erfolgen, ein Einsatz vor Olympia 2022 ist realistisch. Dies erzählte der Forscher Christer Malm, der seit 14 Jahren an dieser Entwicklung arbeitet, nun der schwedischen Zeitung „Expressen“. Mehr Infos auch hier:

https://www.ubi.se/case/pro-test-diagnostics-the-next-generation-of-anti-doping-tests/

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