Northug beendet Karriere

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Petter Northug während der Pressekonferenz in Trondheim.
© imago/Bildbyran

Mit 32 Jahren hat Norwegens Langlauf-Superstar Petter Northug seine aktive Laufbahn beendet.

Rekordweltmeister, zweifacher Olympiasieger und zweifacher Gesamtweltcupsieger – die Erfolgsbilanz von Petter Northug ist beeindruckend. Nach seinem Weltcup-Debüt 2005 prägte er viele Jahre den internationalen Skilanglauf, gewann bei Olympia 2010 zwei Gold- und dazu eine silberne und eine bronzene Medaille. Bei insgesamt fünf Weltmeisterschaften von 2007 bis 2015 holte der Norweger 13 Mal Gold, zuletzt siegte er in Falun 2015 vier Mal, unter anderem in unnachahmlicher Weise m abschließenden 50-Kilometer-Rennen, als er einige Hundert Meter vor dem Ziel vom Ende einer großen Spitzengruppe, an die er zuvor scheinbar völlig erschöpft nur mühsam den Anschluss gehalten hatte, nach vorne lief und sprang und auf der Zielgeraden mit seinen typischen Doppelstockschüben durch die Lücke zwischen Lukas Bauer und Maxim Vylegzhanin hindurchschoss – zu seinem letzten großen Sieg.

Aber nicht nur mit seiner taktischen Abgebrühtheit und seinen Sprintfähigkeiten hinterließ Northug Eindruck im Langlauf-Weltcup.,sondern auch wegen provokanter Verhaltensweisen und Äußerungen. Erinnert sei an die WM 2011, als er im Staffelrennen klar in Führung liegend, den Schweden Marcus Hellner verhöhnte, indem er ihn herankommen ließ, um im entscheidenden Moment die Ziellinie zu überqueren. Für Furore sorgte der bei vielen als Ego-Shooter verschriene Northug natürlich auch, als er im Frühjahr 2014 unter Alkoholeinfluss sein Auto zu Schrott fuhr und sich unerlaubt vom Unfallort entfernte. Dafür bekam er sogar eine Haftstrafe, die er mit Fußfessel zu Hause abbüßen konnte. Nun, am 12. Dezember 2018, hat „Petter, der Große“ seine aktive Karriere beendet, weil sein Körper den Belastungen nicht mehr gewachsen sei. Sein letztes Weltcup-Rennen bestritt der Norweger am 2.12.2017 in Lillehammer. “Wenn der Langlauf so lange dein Leben war, ist es schwierig aufzuhören, aber gleichzeitig fühlt es sich auch gut an", sagte der 32-Jährige während einer Pressekonferenz in Trondheim. Wie immer man zu dem "Enfant terrible" des Langlaufs stehen mag: Northug wird als Sportler und als Typ fehlen in der Weltcup-Szene.

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