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Servus, „Schlieri“!

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Am 17. Januar 2021 sprang Gregor Schlierenzauer im polnischen Zakopane letztmals im Weltcup. Er wurde 36.
© imago images/Newspix

Einer der ganz Großen des Skispringens tritt zurück: Mit 31 Jahren hat Gregor Schlierenzauer seine Karriere beendet.

„Meine aktive Karriere zu beenden ist mir nach all dem, was ich als Spitzensportler erleben durfte, nicht leicht gefallen - aber die Entscheidung fühlt sich ebenso wie der Zeitpunkt richtig an.“ Dies sind die Kernworte von Gregor Schlierenzauer in seinem ausführlichen Statement im Blog auf seiner Website, mit denen er seinen Abschied von der Wettkampfbühne verkündet.

31 Jahre ist einerseits nicht zwangsläufig ein Alter, um mit dem Skispringen aufzuhören. Andererseits ist es keine totale Überraschung, denn der Österreicher kämpfte seit einigen Jahren um den erneuten Anschluss an die absolute Weltspitze. Für die kommende Saison war er vom österreichischen verband nicht mal mehr für den Nationalkader nominiert gewesen. Eine Teilnahme bei den Olympischen Spielen in Peking – es wären seine vierten gewesen – lag in weiter Ferne.

Erfolge ohne Ende

Seine großen Erfolge feierte „Schlieri“ in den ersten Jahren seiner Karriere. Als gerade 17-Jähriger erstmals Weltmeister – mit dem Team 2007 in Sapporo. Es folgten fünf weiter WM-Titel, alleine drei in Oslo 2011, wo er von der Großschanze auch seinen einzigen Einzel-WM-Sieg schaffte. Fünf Silber- und eine Bronzemedaille vervollständigen diese WM-Bilanz, letztmals gab es 2017 in Lahti für Schlierenzauer Edelmetall, als er Dritter mit dem Team wurde.

Der Tiroler holte sich aber auch alle anderen Titel, die im Skispringen zählen: Schlierenzauer ist vierfacher Skiflug-Weltmeister und holte sich Olympia-Gold mit dem österreichischen Team 2010 in Vancouver nebst einer Silber- und zwei Bronzemedaillen (diese in Einzel-Wettkämpfen) 2010 bzw. 2014. Er gewann zwei Mal in Folge die Vierschanzentournee (2011/12 und 2012/13) und ebenfalls zwei Mal die große Kristallkugel für den Gesamtweltcup (2008/09, 2012/13). Und. Mit 53 Weltcup-Siegen in Einzelwettkämpfen ist Schlierenzauer Rekordhalter.

Vergeblicher Kampf um die Weltspitze

Der letzte dieser 53 Siege datiert aus dem Jahr 2014. Es war ungefähr die Zeit, als das einstige „Wunderkind“ des Skispringens den Anschluss an die Weltspitze verlor. Die technischen Entwicklungen im Skispringen, ebenso wie die beim Material sowie Verletzungen (zwei Kreuzbandrisse (2016, 2021) sind wohl die ausschlaggebenden Faktoren dafür.

Ausblick

„Mein Feuer, das immer voll und ganz für den Sport brannte, brennt jetzt für neue Aufgaben, die da sind und die auf mich warten. Ich schlage dieses neue Kapitel mit Leidenschaft auf, bin voller Tatendrang und Neugierde“, schreibt Gregor Schlierenzauer in seinem Blog. Wir wünschen ihm gutes Gelingen!

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